Trenitalia/SBB: Erneuerung Zusammenarbeit für Verbindungen Italien – Schweiz

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 8. November 2024 veröffentlicht.

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Der Trenitallia ETR 610 004 hat als erster Zug das Refit durchlaufen und präsentiert sich am 8. November 2024 in Milano Centrale im neuen Gewand. / Quelle: Sandro Hartmeier

Trenitalia (Italienische Staatsbahnen FS) und die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) erneuern ihre Zusammenarbeit und bieten ab 2026 neue Eurocity-Verbindungen zwischen Italien und der Schweiz an.

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Trenitalia und die SBB haben am 8. November 2024 ihre bestehende Zusammenarbeit beim grenzüberschreitenden Bahnverkehr im Bahnhof Milano Centrale verlängert. / Quelle. Sandro Hartmeier

Mit der Unterzeichnung des Cooperation Agreements am 8. November 2024 am Bahnhof Milano Centrale verlängern die beiden Unternehmen ihre mehrjährige Zusammenarbeit. Die Partnerschaft von Trenitalia und der SBB begann 2009 und ist ein Erfolg: So haben sie bereits 30 Millionen Reisende zwischen Italien und der Schweiz befördert.

Luigi Corradi, CEO von Trenitalia, und Véronique Stephan, Leiterin Markt Personenverkehr der SBB, unterzeichneten die Vereinbarung.

Veronique Stephan, Leiterin Markt Personenverkehr der SBB, unterzeichnet den erneuerten Kooperationsvertrag am 8. November 2024 in Milano Centrale. / Quelle: Sandro Hartmeier
Shake­hands nach der Unterzeichnung des erneuerten Kooperationsvertrages zwischen Trenitalia CEO Luigi Corradi und der Leiterin Markt Personenverkehr der SBB, Veronique Stephan am 8. November 2024 in Milano Centrale. / Quelle: Spada, LaPresse

Mit dem neuen Abkommen wollen Trenitalia und die SBB zusätzlich zu den 40 Zügen, die täglich zwischen den beiden Ländern verkehren, weitere Verbindungen anbieten. Ab 2026 sollen eine zusätzliche Verbindung von Zürich nach Mailand und Venedig sowie neue direkte Verbindungen von Zürich nach Florenz und Livorno und umgekehrt eingeführt werden. Für den Angebotsausbau zwischen der Schweiz und Italien hat die SBB im Februar 2024 fünf neue Giruno-Züge bestellt, vier davon werden für den nun bekannt gebegeben Angebotsausbau verwendet werden. Sie ergänzen die bestehende Flotte von 29 Zügen, die bereits in Betrieb sind, sowie die sieben Züge, die 2022 bestellt wurden.

«Mit der Unterzeichnung des Cooperation Agreements verlängern wir unsere bewährte Partnerschaft»

, sagte Luigi Corradi, CEO von Trenitalia, am Anlass und fügte hinzu:

«Wir erwarten, dass die Nachfrage nach grenzüberschreitenden Verbindungen von Italien in die Schweiz in den nächsten Jahren steigt, und sind bereit, die Reisenden in modernen, komfortablen und nachhaltigen Zügen willkommen zu heissen.»

«Stolz und zufrieden blicken wir auf die jüngste Vergangenheit zurück und richten unseren Blick nun in die nahe Zukunft. Gemeinsam beförderten wir 2023 zwischen den beiden Ländern rund 500 000 internationale Reisende mehr als 2019. Wir haben die Anzahl Verbindungen nach Mailand erhöht und neue direkte Verbindungen nach Genua und Bologna eingeführt»

, hob Véronique Stephan, Leiterin Markt Personenverkehr der SBB, hervor.
Nach der Unterzeichnung des erneuerten Kooperationsvertrages zwischen Luigi Corradi (CEO Trenitalia) [ganz links] und Veronique Stephan (Leiterin Markt Personenverkehr SBB) am 8. November 2024 in Milano Centrale wurde vor dem erneuerten Trenitalia ETR 610 004 auch noch ein Band durchschnitten. / Quelle: Spada, LaPresse

Erfolgsmodell

Die Bahn ist für Reisen in Europa nicht nur nachhaltiger und komfortabler, sondern auch immer beliebter. So reisten 2023 beispielsweise 2,4 Millionen Personen mit dem Zug zwischen der Schweiz und Italien.

Modernisierte Flotte und neue Marke mit Fokus auf Nachhaltigkeit

Trenitalia hat am 8. November 2024 die Marke «euroCity» lanciert und modernisiert die ETR 610-Züge. / Quelle. Sandro Hartmeier

Anlässlich der Unterzeichnung wurden auch die neue euroCity-Marke und die Modernisierung der Trenitalia-Züge vorgestellt. Diese werden mit Sitzbezügen aus 100 Prozent rezykliertem Kunststoff sowie neuen Services ausgestattet und erhalten ein aktualisiertes Design. Beim Logo und vielen Anwendungen im Fahrzeuginnern kommen nebst dem charakteristischen Grün der Marke auch Farben aus den Flaggen der beiden Länder zum Einsatz. Das Grün steht symbolisch zudem für Nachhaltigkeit, denn die Bahn ist das umweltfreundlichste Transportmittel für Reisen in die Schweiz.

Trenitalia präsentierte den ersten äusserlich vollständig erneuerten ETR 610, der als euroCity zwischen der Schweiz und Italien verkehrt. Ab 2026 erscheinen dann alle Fahrzeuge dieser Flotte im neuen Design mit Sitzbezügen aus rezykliertem Material, WLAN und Steckdosen für E-Bikes. Auch in den Speisewagen macht sich die erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Bahnunternehmen bemerkbar – mit einer einheitlichen Servicequalität auf der gesamten zwischen beiden Ländern verkehrenden Flotte. Bereits ab 9. November 2024 betreibt Elvetino alle Speisewagen in den ETR 610-Zügen von Trenitalia.


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Meinung

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11 Kommentare

    • In Italien ist immer Reinigungspersonal auf den Zügen.
      Die Pünktlichkeit leidet vielfach auch an „externen“ Faktoren, so waren heute Nachmittag bei Como Personen im Gleisbereich unterwegs, die dort nichts zu suchen hatten, mit entsprechenden Folgen für die Pünktlichkeit.

    • Bei der Pünktlichkeit wird man sicher damit rechnen dürfen, dass sie besser ist als bei der Deutschen «Wir-bringen-rein-gar-Nix-auf-die-Reihe-Bahn» sein wird.

  1. Offensichtlich rechnet Trenitalia mit besonders kräftigen, durchtrainierten Fahrgäste, die es fertig bringen ein schweres E-Bike die hohen und engen Eingänge dieser Züge hinauf und wieder hinunter zu wuchten. In diesem Zügen lässt sich realistischerweise höchstens ein leichtes Faltvelo ohne Elektroantrieb ohne Stress transportieren. Der SBB ICN lässt grüssen.

    • Soll Trenitalia denn die ganze Carroserie rausschreissen und eine neue bauen? Das ist halt jetzt einfach so, dass sie mit ihren E-Bike nicht in diesen Zug kommen, das lässt sich nun mal nicht so schnell ändern.

  2. Hoffentlich dürfen dann die neuen Verbindungen in Italien die Hochgeschwindigkeitslinien benützen, sonst ist man mit Umsteigen in Milano deutlich schneller.

  3. Ich dachte, die SBB hätten im Februar fünf und nicht vier Girunos bei Stadler bestellt?

    Und wie sieht es eigentlich mit den neuen ETR 1000 aus, welche auch eine Schweizer Zulassung erhalten sollen?

  4. An Christoph Sie fragen wie es aussieht mit der Sauberkeit in den Zügen in Italien aus, diese frage kann ich Ihnen gerne beantworten, die züge sind so sauber dass mann am Boden essen kann, da können sich viele ein stück torte abschneiden, wenn mann Sauberkeit möchte dann ist mann Italien richtig wir wissen was Hygiene heisst.

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